Herde & Hof

Den Anfang unserer Herde bildeten im Jahr 2002 unsere 6 Absetzer (ca. 1-jährige Kälber).

Der von uns 1996, als Städter, erworbene Resthof mit Nebengebäuden (heute noch renovierungsbedürftig) mit Ursprung aus Jahre 1550 und der arrondierten 6,5 ha großen Weidefläche bot sich zur Tierhaltung an. Allerdings haben wir derzeit nie an eigene Tierhaltung gedacht.

Durch Zufall hatten wir Kontakt zu Schottischen Hochlandrindern bekommen und uns sofort in diese Tiere verliebt. So kam es, dass wir am 10. Mai 2002 unsere ersten 4 Absetzer, gekauft bei einem renomierten und erfolgreichen Züchter, auf unseren Weiden begrüßen konnten. Wir wollten, im Nebenerwerb, eine eigene Zucht aufbauen.

In den folgenden Monaten erschien es uns, gerade durch (gutgemeinte) Ratschläge der benachbarten ansässigen Landwirte, dass die zur Verfügung stehende Weidefläche viel zu groß für unsere vier Kälber sei.

Wir entschieden uns bei dem bereits genannten Züchter noch zwei weitere Absetzer zu erwerben, die dann am 5. Oktober 2002 unsere kleine Herde ergänzten.

Durch die zur Verfügung stehende Weidefläche und die Fülle des Futters entwickelten die Tiere sich großartig. Wir wollten sie in zwei Jahren (also üblicher Deckzeitpunkt mit ca. 3 Jahren) decken lassen.

Im folgenden Februar 2003 haben wir den jährlichen Züchterstammtisch unseres Verbandes (NHC) auf unserem Hof durchgeführt. Die ca. 35 anwesenden Züchter haben uns dann, nach üblicher Beschau der Tiere, überwiegend geraten die Tiere schon in diesen Jahr zu belegen weil sie sonst verfetten könnten und schlecht aufnehmen würden. Als relative Neulinge in der Zucht, mussten wir diesem Rat natürlich folgen. Das hieß, in den nächsten 3-4 Monaten einen geeigneten Zuchtbullen zu erwerben.

Am 13. Juni 2003 kam nun "Potter" als ca. 2½ - jähriger Zuchtbulle (8/7/8) auf unseren Hof. Unsere anfänglichen Befürchtungen, der Bulle könne in der ersten Zeit Unruhe oder sogar Chaos unterer unseren Tieren verbreiten erwies sich als gegenstandslos. Im Gegenteil, wir hatten das Gefühl, die Tiere haben aufeinander gewartet. Nach 10 Minuten konnten wir die trennende Weidezaunvorrichtung entfernen und die Kühe konnten den "Neuen" begrüßen. Er wurde von den Mädchen regelrecht hofiert. Er begann auch sofort mit seiner eigentlichen Aufgabe, denn am 24. März des Folgejahres wurde unser erstes Kalb "Padraig" geboren d. h. von der Tragedauer her gesehen musste "Potter" die Mutter "Arosa" gleich in den ersten Tagen gedeckt haben. Am 30. April 2004 wurde dann das sechste Kalb geboren und unsere Herde hatte sich nun verdoppelt.

"Potter" erledigt seine Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit. Neben seinen körperlichen Eigenschaften vererbt er vor allem sein gutmütiges, ruhiges, ausgeglichenes und freundliches Wesen.

Heute, Stand Juli 2009, besteht unsere Herde aus 22 Tieren. Die vermeintlich viel zu große Weidefläche reicht heute natürlich nicht mehr aus. Wir haben weitere Weideflächen zugepachtet.

Unserer zwischenzeitlichen Idee, unsere Herde von 6 auf 10 Mutterkühe zu vergrößern, sind wir zu unserem Glück, nicht gefolgt denn dann hätten wir heute über 50 Tiere.

Die Beschäftigung und die Zucht mit den Highland Cattle macht Spaß, bringt Freude und gibt uns Ausgeglichenheit, aber erfordert auch Arbeit und einen nicht zu unterschätzenden zeitlichen Aufwand.